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Homocystein – gefährlicher als Cholesterin!?

Ich möchte generell auf meiner Website keine Therapien empfehlen. Doch ich finde, der Homocysteinwert ist viel zu wichtig für unsere Gesundheit, um nicht darauf einzugehen.
In den letzten Jahren hat die Hyperhomocysteinämie (erhöhte Homocysteinwerte im Blut)  als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Was ist Homocystein?

Homocystein kann als Risikofaktor für Ihre Gesundheit gefährlicher sein als Cholesterin und Ihr Leben verkürzen. Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure (Eiweißbaustein), die nicht mit der Nahrung zugeführt wird. Sie entsteht im Stoffwechsel. Homocystein muss als toxisches Stoffwechselprodukt abgebaut werden, da es die Blutgefäße schädigt und über Arteriosklerose zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen kann.

Diskutiert wird beispielsweise auch eine Beteiligung an der Demenzkrankheit Morbus Alzheimer und an Morbus Parkinson, weil Homocystein in Konkurrenz mit erregenden Botenstoffen bestimmte Andockstellen (Rezeptoren) im Gehirn unwiederbringlich schädigt.

Der Homocysteinspiegel kann im Blut unter verschiedenen Bedingungen ansteigen.

Dazu gehören:

  • Erbliche Veranlagung
  • Unterversorgung mit B-Vitaminen
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Blutarmut durch Vitamin-B12-Mangel (perniziöse Anämie)
  • Bösartige Tumore
  • Medikamente
  • Tabakrauch

B-Vitamine und ihre Bedeutung für Homocystein
Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure erfüllen verschiedene Aufgaben im Eiweißstoffwechsel und bauen Homocystein sofort ab.

Doch: Kaum ein Deutscher ist ausreichend mit Folsäure versorgt!

Diese Werte sollten Sie wissen:

Nüchternwert

< 8 µmol/l

Kein erhöhtes Homocystein-abhängiges Risiko

>8–10 µmol/l

Grenzwertiger Befund. Schädliche Auswirkungen bereits möglich.

>10–15 µmol/l

Erhöhter Homocysteinspiegel mit gefäßaggressiven Wirkungen: deutliche Risikosteigerung, z. B. für Gefäßeinengungen an der Carotis*, durch Studien belegt. Maßnahmen erforderlich!

> 15 µmol/l

Deutlich erhöhte Homocysteinkonzentration mit deutlich gesteigertem Arterioskleroserisiko in den Gefäßgebieten Herz, Gehirn, periphere Arterien, erhöhtes Risiko für Thromboembolien. Maßnahmen unbedingt erforderlich! Verdopplung des Risikos für Alzheimer und Parkinson.

Carotis nennt man in der Anatomie die zwei großen, an den beiden Seiten des Halses aufsteigenden Pulsadern.

Therapie einer Hyperhomocysteinämie (erhöhter Homocysteinspiegel)

Im Bereich einer milden bis mittleren Erhöhung des Homocysteinspiegels empfehle ich eine Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst, Vollkorn­produkten und etwas Fleisch und Fisch.

Ergänzend dazu ist eine Gabe von Folsäure, Vitamin B6 und B12 eventuell sinnvoll. Bei den erblichen Formen mit sehr deutlicher Hyperhomocysteinämie sollte die Therapie in der Hand von Spezialisten liegen.

Die zusätzliche Gabe von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 in den notwendigen Dosierungen ist praktisch frei von unerwünschten Nebenwirkungen.

Zufuhrempfehlung:

Empfohlene Zufuhr/Tag:

Vitamin B6

Vitamin B12

Folsäure

Mangelverhütung (DGE)*

1,6–1,8 mg

0,003 mg

0,15 mg

Homocysteinprohylaxe

1,0–5,0 mg

0,003–0,01 mg

0,08–0,5 mg

* DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Wichtig!: Allerdings ist es nicht damit getan, die Laborwerte einmalig zu senken, sondern die Werte müssen mit einer Ernährungsumstellung dauerhaft im Normbereich gehalten werden. Fragen Sie dazu Ihren Arzt, Heilpraktiker, Gesundheits- oder Ernährungs­­­berater nach weiteren Informationen.

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ganzheitlicher Gesundheitsberater (IHK)
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